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Schick doch mal den Opa rüber …

SW-Bilder von Urnengräber

Mit der Rohrpost zum Zentralfriedhof

die Friedhöfe

Unter Josef II. wurden die Friedhöfe innerhalb der Stadt aufgelassen. Am Stephansplatz befand sich ein Friedhof, der erst 1732  aufgelassen wurde. Im Zuge der Friedhofsreform Josefs II. wurden dann auch Gruftbestattungen in der Stephanskirche untersagt und es entstanden einige Friedhöfe im Umkreis wie etwa der St. Marxer Friedhof. Diese wurden jedoch bald zu klein und daher entstand 1874 der Wiener Zentralfriedhof, der mit einer Fläche von etwa 2,5 km² und rund 330.000 Gräbern zu den größten Friedhöfen Europas zählt.

die Probleme des Zentralfriedhofs

Zur Zeit der Entstehung, war der Wiener Zentralfriedhof noch nicht so einfach erreichbar. Meist wurden die Särge auf Kutschen transportiert und die Trauergesellschaft ging zu Fuß. Bereits zur Entstehungszeit gab es etwa 50 Beerdigungen täglich. Also 50 Trauergesellschaften, 50 Särge und 50 mal entsprechende Stimmung. Auf Dauer war das natürlich den Anrainern auf der Simmeringer Hauptstrasse nicht zumutbar. Erschwerend war auch, dass es im Sommer, bei nicht mehr ganz so frischen Leichen zu Geruchsbelästigungen kam. Der Winter war auch nicht besser, da die Schneeräumung noch nicht vorhanden war und daher Särge oft bis zum Frühling in Gaststätten zwischengelagert werden mussten, wenn der Transport nicht möglich war.

ein Lösungsansatz

Es gab verschiedene Lösungsansätze dafür. Der wohl makaberste ist die Idee der „Pneumatischen Beförderung“. Sie stammt von Ingenieur Franz von Felbinger und der Architekt Josef Hudetz. Franz von Felbinger schlug vor, die Särge in einem unterirdischen Tunnel mit Druckluft zu befördern. Bei einer Geschwindigkeit von bis zu 27 km/h wäre die Fahrtzeit des Sarges bis zum Friedhof etwa 10 Minuten gewesen.

Diese Idee wurde jedoch aus Kostengründen nicht umgesetzt. Man befürchtete auch, dass es zu technischen Problemen kommen könnte und Leichen eventuell Wochenlang nicht aus dem Tunnel geborgen werden könnten.

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