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Das Hirschgeweih am Stephansdom

Nein, Sie brauchen nicht am Dom zu suchen. Die Geschichte war vor 500 Jahren.

Das Problem mit den Blitzen

Der Stephansdom hatte, nachdem er damals das höchste Gebäude der Stadt war, immer schon Probleme mit Blitzen. 1449 wurde der Turm durch einen Blitzeinschlag komplett zerstört und musste wieder aufgebaut werden.

Die Lösung

Blitzableiter wurden erst im 18. Jahrhundert von Benjamin Franklin erfunden. So lange wollten die Wiener aber natürlich nicht warten. Daher wurden im Jahr 1551 insgesamt 8 Hirschgeweihe an den höchsten Stellen des Domes angebracht.

Nachdem noch nie jemand einen Hirsch gefunden hatte, der vom Blitz erschlagen worden war, stand damals fest, dass die Hirschgeweihe vor Blitzeinschlag schützen.

Der Oberste Jägermeister der niederösterreichischen Lande, Herr Erasmen von Lichtenstein zu Karnaydt wurde für die Hirschgeweihe mit Most entlohnt.

Heute besitzt der Dom natürlich eine der üblichen Blitzableiter und dient zusätzlich als Blitzmess- und Auswertungsstation, mit der Gewitter und Blitze erforscht werden. Etwa 20 m oberhalb der Türmerstube befinden sich die Sensoren, welche bei einem Blitzeinschlag die verschiedenstens Parameter aufzeichnen und auswerten.

Mein heutiger Tipp:

Dieses Mal kein Buch sondern eine DVD. Eine Produktion des ORF über den Stephansdom. Sehr informativ und wirklich empfehlenswert.

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