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Votivkirche

Die Wiener Votivkirche, SW

Ein Attentat und seine Folgen

Das Attentat

Am 18. Februar 1853 geschah ein, wie die Presse schrieb „fluchwürdiges Attentat“ auf den Kaiser Franz Josef. Ein ungarischer Schneidergeselle hat versucht, den Kaiser zu ermorden. Dies konnte jedoch von seinem Adjutanten und dem Fleischhauer Ettenreich verhindert werden.

Die Folgen

Der Attentäter wurden 8 Tage später zum Tode verurteilt und hingerichtet. Ettenreich wurde in den Adelstand erhoben und die Zeitungen hatten einiges zu berichten. Strauss hatte wieder einen Anlass einen Marsch zu schreiben und entsprechend zu vermarkten.

Der Bruder von Franz Josef, Maximilian, veranstaltete eine Sammlung um eine Kirche zu errichten. Diese Kirche sollte eine Votivgabe der Völker der Donaumonarchie zur Errettung des Kaisers darstellen. Alle Völker der Monarchie sollten darin ihre spirituelle uns geistige Heimat finden.

Die Votivkirche

Von den 75 eingereichten Vorschlägen der Ausschreibung gewann Heinrich Ferstl. Dieser war damals erst 26 Jahre alt, war also gerade erst dabei, seinen Ruf als Architekt aufzubauen.

Der Bau dauerte 23 Jahre bis zur Fertigstellung. Die Kirche wurde zur Silberhochzeit des Kaisers geweiht.

Mit einer Höhe von 99 m ist sie die zweithöchste Kirche Wiens.

Durch den neugotischen Stil wird sie von Touristen meist als sehr alt eingeschätzt und kaum jemand kommt auf den Gedanken, dass sie erst aus dem 19. Jahrhundert stammt.

Ein Buchtipp

Zum Abschluss ein Buchtipp. Freiherr Albert von Margutti, der Adjudant von Kaiser Franz Josef, hat seine Erinnerungen aufgeschrieben und ein Buch daraus gemacht. Es zeichnet die letzten Jahre der Monarchie aus der Sicht von jemanden, der in der ersten Linie dabei war und den Kaiser sowohl als Privatmann als auch als Kaiser kannte. Dieses Buch ist ein gekürzter Nachdruck des Originals von 1924

 

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