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der „kleine Mann“ der Hofburg

mehrere Statuen die an der neuen Burg, Wien, angebracht sind

überall Ausländer. Sogar an der Hofburg!

Der Heldenplatz

Dieser Platz hat seinen Namen von den beiden Reiterdenkmälern, die von Fernkorn angefertigt wurden. Das Reiterstandbild Erzherzogs Karls zeigt den sogenannten Freisprung. Es steht nur auf den Hinterbeinen. Auf der Fläche von etwa 2 (großen) Handflächen ruht Metall das etwa dem Gewicht eines Eisenbahnwagons entspricht und trotzt dort Stürmen, dem Wetter und der Zeit. Das andere Standbild stellt Prinz Eugen dar.

Hier ließ sich Hitler von den Massen feiern, als er am 15. März 1938 zu den Österreichern sprach. Jedes Jahr am 8. Mai wird hier das Ende der Naziherrschaft von den Rechten mit Kranzniederlegung bedauert und von den Linken gefeiert.

Die neue Burg

So interessant der Ort in seiner historischen Symbolik auch sein mag. Uns interessieren heute die Statuen an der neuen Burg. Also diesem gebogenen Teil mit dem Balkon, von dem aus Hitler sprach. Übrigens soll sich noch vor wenigen Jahren in dem Aufzug, der zum Altan führte, von dem aus Hitler sich feiern ließ, ein Schild befunden haben „nicht ohne Führer benutzen“. Ich habe dies leider nicht verifizieren können. Aber wenn jemand mehr über dieses äußerst bizarre und makabre Schildchen weiß, ersuche ich um Nachricht in den Kommentaren.

Bei Betrachten dieses Gebäudes fallen vielleicht die Skulpturen auf. Ursprünglich war geplant, hier die Statuen oder Büsten bedeutender Habsburger aufzustellen. Albert Ilg, der große österreichische Kunsthistoriker des 19. Jahrhunderts, hatte jedoch eine andere Idee. Hier sollten jene Personen, welche Österreich groß gemacht hatten, ihre Würdigung erhalten. Leute aus dem Volk. Personen, welche Wien und Österreich geprägt hatten. Die unser Land erst zu dem gemacht haben, was es ist.

Wir haben daher (von links nach rechts)

  1. einen Markomannen
  2. einen römischen Soldaten
  3. einen Bajuwaren
  4. einen Glaubensboten
  5. einen Slawen
  6. einen fränkischen Grafen
  7. einen Magyaren
  8. einen Kreuzfahrer
  9. einen Seefahrer
  10. einen Ritter
  11. einen Magister
  12. einen Kaufherren
  13. einen Bürger
  14. einen Bergmann
  15. einen Landsknecht
  16. einen wallensteinischen Soldat
  17. einen Polen
  18. einen Wiener Bürger
  19. einen befreiten Bauer
  20. einen Tiroler

Es ist ein schönes Symbol, das hier gewählt wurde. Nicht die Herrscher sondern jene abzubilden, die unser Land groß gemacht haben. Die „kleinen Leute“, deren Namen niemand kennt und die von irgendwoher nach Wien gekommen sind. Die hier ihr Glück gesucht und vielleicht gefunden haben, Hier ihre Bräuche, ihre Gene und Küche hinterlassen und ihren Beitrag zu unserer Sprache geleistet haben.´ Dieses Mischmasch an Kulturen ist es auch, was Wien und uns Wiener ausmacht.

Das Kaiserforum

Ursprünglich wurde mit diesem Teil der Hofburg nur etwa ein Drittel des Gesamtkonzeptes verwirklicht. Die ursprüngliche Planung Sempers, die jetzige neue Burg auf die andere Seite zu spiegeln, so einen großen Platz zu schaffen und mit Arkaden eine Verbindung bis zu den Museen zu schaffen, wurde mangels Finanzierbarkeit aufgegeben.

mein Buchtipp

Der Heldenplatz ist untrennbar mit der Person Adolfs Hitlers verbunden. Auch wenn wir gelernten Österreicher recht froh darüber sind, dass Hitler es in Österreich nur bis zum Gefreiten gebracht hat, im Unterstandslosenheim übernachten und nach Deutschland gehen musste um Karriere zu machen, sollten wir jedoch nicht übersehen, dass er in Wien nicht nur viele Jahre verbrachte sondern seine Politik auch viel Zuspruch hervorgerufen hat.

diese Buch von Hamann ist für das Verständnis der Person Hitlers sehr von nutzen und auch leicht und gut lesbar.

 

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