Wien Geschichte Wiener Ringstraße Wiener Sehenswürdigkeiten

der Kursalon

SW Bild, Kursalon Hübner

dieses Wochenende war ich im Kursalon. Die Genussmesse hat mich nahezu magisch angezogen. Vielleicht hat sich der Eine oder die Andere bereits gefragt, wie der Kursalon zu seinem Namen kam.

Der Kursalon

Wien ist eine sehr lebendige Stadt mit vielen Veranstaltungen. Eine davon habe ich letztes Wochenende besucht. Die Genussmesse wurde vom Gault Millau veranstaltet. Für den Eintritt, konnte der Besucher bei den ausstellenden Restaurants alle Speisen verkosten. Es waren zahlreiche Hauben- /Sterneköche anwesend und die Veranstaltung hat wirklich Spass gemacht.

Sonst finden im Kursalon etwa Konzerte statt, die auch sehr gut besucht sind. Das Ambiente ist natürlich auch besonders schön. Der Kursalon ist ein im Historismus erbautes Gebäude im Stile der italienischen Renaissance. Es ist sicher einen Besuch wert.

Was war vorher?

Vor dem Bau der Ringstraße befand sich im Bereich des jetzigen Stadtparks das sogenannte Wasserglacis. Der Name stammte von einem Kaffeehaus, samt Trinkkuranstalt welches sich etwa Kreuzung Himmelpfortgasse / Ringstraße befand. Ein gewisser Hr. Pelikan war der Besitzer und hier wurde auch Mineralwasser für Trinkkuren ausgeschenkt.

Das Wasserglacis war gut besucht. Hier traf man sich nicht nur zum Mineralwassertrinken sondern auch um den Konzerten von Strauss zu lauschen, um zu sehen und gesehen zu werden und auch um (auch bezahlte) Kontakte zu knüpfen.

Der Stadtpark

Nachdem die Stadtmauer geschleift wurde, übergab der Bund der Stadt Wien die Fläche, auf dem sich der Stadtpark befindet. Der Park selbst wurde im Stile eines englischen Landschaftspark vom Landschaftsmaler Joseph Sellény geplant. Bis zum Jahr 1956 musste für die Benutzung der im Park aufgestellten Sessel eine Gebühr bezahlt werden. Es gab damals im Park mehrere sogenannte Sesselweiber, welche diese Gebühr kassierten.

Der Kursalon historisch

Eröffnet wurde der Kursalon im Jahr 1867. Hier waren früher regelmäßig Veranstaltungen von Strauss und es wurden ebenfalls Wassertrinkkuren angeboten.

Er bekam 1908 einen neuen Pächter, Hans Hübner, dessen Namen er trägt. (Kursalon Hübner). Die Familie Hübner ist seit den 90er Jahren nicht mehr Pächter sondern Eigentümer.

Im 2. Weltkrieg war der Kursalon stark beschädigt. In den 60er Jahren wollte die Stadt den Kursalon neu ausrichten und es war unter Anderem die Verwendung als Spielkasino im Gespräch. Jedoch war der Widerstand der Bevölkerung zu groß dafür. Daher blieb alles beim Alten. Nur die Trinkkuren gibt es inzwischen längst nicht mehr. Der Name Kursalon blieb jedoch als Erinnerung daran bestehen.

Mein Buchtipp

Nachdem die Genussmesse von Gault Millau veranstaltet wurde, wollte ich eigentlich den gleichnamigen Restaurantführer empfehlen. Leider ist dieser auf Amazon derzeit nicht erhältlich. Daher wurde es der Restaurantfüher des Falters. Hier sind über 4000 wiener Lokale in jeder Preisklasse erwähnt beschrieben.

geschrieben von