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Damals, als Berlin bei Österreich war …

SW-Bild Denkmal Maria Theresia

Was denn? Berlin war bei Österreich? Tatsächlich?

Na ja, also fast. Berlin war immerhin einen Tag in österreichischer Hand. Das ist doch schon etwas.

Andreas Hadik von Futak

Wer sich die Statue der Maria Theresia näher angesehen hat, dem ist vielleicht aufgefallen, dass hinter den Standbildern auch noch verschieden Leute abgebildet sind. Hinter dem Standbild von Josef Wenzel I. von Liechtenstein sind 3 Personen zu sehen. Der mittlere Herr ist Andreas Hadik von Futark.

Von diesem Denkmal wird hier sicher noch öfters die Rede sein.

Andreas Hadik von Futak ist in Wien mehrfach verewigt. Als Wiener kennt man die Hadikgasse und ist dort auch schon mehrfach im Stau gestanden. Sie ist eine der großen Ausfallstraßen Wiens. Hadik war Generalmajor und später General der Kavallerie unter Maria Theresia.

Berliner Husarenstreich

Wir befinden uns in dieser Geschichte gerade im Siebenjährigen Krieg gegen Preußen. Es ging ziemlich rund rund um Berlin. Jedenfalls war, nachdem die preußischen Truppen irgendwo kämpften, in Berlin ein militärisches Vakuum. Ein Umstand, den Hadik nutzte.

Mit lediglich 3500 Soldaten zog er nach Berlin,  lagerte vor der Stadt und ließ zahlreiche Lagerfeuer anzünden um eine vielfache Mannstärke vorzutäuschen. Nachdem eine Verhandlung abgelehnt wurde, da alle, die dazu befugt gewesen wären in den Krieg gezogen waren, nahm er in einem Überraschungsangriff Berlin ein. Die „Schlacht“ dauerte lediglich wenige Minuten und dann war Berlin in österreichischer Hand.

Er presste der Stadt 225.000 Taler ab, wovon er seiner Truppe sofort 25.000 Taler übergab, die unter seinen Sodaten verteilt wurden. Die Zeit dränge natürlich, da Unterstützung für Berlin nahte. Die Besetzung Berlins dauerte daher nur einen Tag. Hadik zog daher sofort wieder ab. Aber am 16. Oktober 1657 war Berlin tatsächlich einen Tag in österreichischer Hand.

Ein wahrer Husarenstreich und sicher kein Ruhmesblatt für die Preußen. Noch dazu, weil die Verluste der Österreicher sich in engen Grenzen hielten. Wir hatten lediglich zehn Tote, 28 Verwundete und vier Pferde als Verlust zu beklagen.

Mein Buchtipp

Heute ein Buch über Maria Theresia. Sie umgab sich mit sehr fähigen Beratern und klugen Ratgebern. Von einigen dieser Männern ist hier die Rede

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